Am 12. März 2026 war wieder die renommierte englischsprachige Theatergruppe White Horse Theatre zu Gast an unserer Schule. Mit drei altersgerechten Stücken bot die Kompanie unseren Schülerinnen und Schülern der Unter-, Mittel- und Oberstufe ein abwechslungsreiches Theatererlebnis – natürlich komplett auf Englisch.
Spannendes Piratenabenteuer für die Unterstufe
Für die Klassen 5 und 6 wurde das Stück „The Tiger of the Seas“ von Peter Griffith aufgeführt. In dieser humorvollen und abenteuerlichen Geschichte entführt der furchterregende Pirat Nick Sharkmuck den jungen Schäfer Robin Manley, um ihn zum Piraten „auszubilden“. Doch Robins mutige Freundin Jenny macht sich in einem Heißluftballon auf die Suche nach ihm, um ihn zu retten.
Die Vorstellung begeisterte besonders durch ihre interaktiven Elemente. Mehrmals wurden Mitglieder des Publikums direkt in das Geschehen einbezogen: So wurde Frau Vajen kurzerhand auf die Bühne geholt, um ihr Geld „abgeknöpft“ zu bekommen, beinahe hätte eine Piratenbande sogar Frau von Bergs Armbanduhr gestohlen und auch Herr Alders musste zeitweise sein Jackett abgeben. Diese spontanen Einlagen sorgten für große Begeisterung, vor allem bei den jüngeren Schülerinnen und Schülern.
„Sticks and Stones“: Ein wichtiges Thema für die Mittelstufe
Für die Mittelstufe stand das Stück „Sticks and Stones“, ebenfalls von Peter Griffith, auf dem Programm. Die Geschichte erzählt von Tony, der täglich von einer Clique um Jim Jarvis schikaniert wird, und von Ruth, die an ihrer neuen Schule ebenfalls Opfer von Mobbing wird.
Das Stück beleuchtete eindrucksvoll die verschiedenen Perspektiven von Mobbing: die Verzweiflung der Betroffenen, die Motive der Täter – und vor allem die Rolle der Zuschauer, deren Untätigkeit solche Situationen oft erst möglich macht. Die Aufführung bot den Schülerinnen und Schülern einen wichtigen Impuls, sich kritisch mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
Klassiker für die Oberstufe
Die Oberstufe sah eine neue Bühnenadaption von „The Great Gatsby“, basierend auf dem Roman von F. Scott Fitzgerald. In der Bearbeitung von Peter Griffith wurde die Geschichte um Reichtum, gesellschaftliche Illusionen und den sogenannten „American Dream“ eindrucksvoll inszeniert, indem die Bühne des PZ in das Amerika der zwanziger Jahre verwandelt wurde.
Das Stück zeigte die innere Leere einer scheinbar erfolgreichen Gesellschaft und stellt die Frage, ob materieller Wohlstand tatsächlich Glück bedeutet – ein Thema, das auch heute noch sehr aktuell ist.
Austausch mit den Schauspielern
Nach jeder Vorstellung hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, Fragen an die Schauspielerinnen und Schauspieler zu stellen. Diese Fragerunden wurden unterschiedlich intensiv genutzt und boten den Schülerinnen und Schülern eine tolle Möglichkeit, englische Muttersprachler live zu erleben und ihre Sprachkenntnisse anzuwenden.
Der Besuch des White Horse Theatre war für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Alle Schülerinnen und Schüler waren begeistert, und der Theaterbesuch verband auf ideale Weise Unterhaltung, Sprachpraxis und wichtige gesellschaftliche Themen. Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen mit der Theaterkompanie in den kommenden Jahren.
Copyright Fotos: S. Brendieck

